Verteidigung des Titel "Staatlich anerkannter Erholungsort" - Antrag der Fraktion

25.02.2021

Im Jahre 2022 muss die Stadt Werder den Titel "Staatlich anerkannter Erholungsort" verteidigen. Ein wichtiger Ansatz ist dabei die Fortschreibung der Erholungsortentwicklungskonzeption. Seitens der Verwaltung wurde dazu die Arbeit bereits aufgenommen. Es ist noch viel zu tun. Der Antrag verfolgte das Ziel, mit möglichst einer großen Beteiligung die Fortschreibung auf den Weg zu bringen.

Im Hauptausschuss wurde der Antrag abgelehnt. Die Fraktion hat den Antrag deshalb zurückgezogen und der Stadtverordnetenversammlung nicht zur Abstimmung vorgelegt. Die Verwaltung, so die Information, wird den Abgeordneten zeitgerecht die Fortschreibung der Erholungsortentwicklungskonzeption vorlegen.

Der Wortlaut des Antrages:
Die Stadtverwaltung Werder (Havel) wird beauftragt, die Erholungsortsentwicklungskonzeption aus dem Jahr 2013 in Vorbereitung der Verteidigung der Auszeichnung „staatlich anerkannter Erholungsort“ im Jahre 2022/2023 zu aktualisieren und fortzuschreiben. In die Konzeption sind alle Ortsteile der Stadt Werder mit einzubeziehen. Notwendige Finanzmittel dafür werden in den Haushalt eingestellt.

Begründung:

Seit 2002 trägt die Stadt Werder (Havel) die Auszeichnung als „staatlich anerkannter Erholungsort“. Dieses Prädikat gilt für eine Zehnjahresfrist. Um diesen Titel weiterzuführen, muss sich die Stadt Werder der kritischen Betrachtung durch den Landesfachbeirat stellen. Im Jahre 2012/2013 ist es gelungen, die Auszeichnung erfolgreich zu verteidigen. Im Jahre 2022/2023 steht die Stadt Werder erneut vor der Herausforderung der Verteidigung dieser Auszeichnung.
Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (InSEK) ist das touristische Profil, die Situation zur Beherbergung, Gastronomie und Kultur der Kernstadt und der Ortsteile mit Stand 2018 ausführlich dargestellt. Im Handlungsfeld IV ist der Tourismus erfasst. Die vielen touristischen Ausflugsmöglichkeiten sorgen für steigende Beherbergungs- und Übernachtungszahlen. Die Einbeziehung aller Ortsteile in die Erholungsortentwicklungskonzeption bietet die Chance gesamttouristische Serviceketten qualitativ zu verbessern. Sie führt zu einer besseren Vernetzung tourismusrelevanter Themen und fördert ein engagiertes und aufeinander abgestimmtes Mitwirken aller touristischen Akteure und Institutionen.
So besteht die Möglichkeit bereits bestehende touristische Angebote weiterzuentwickeln, geplante Konzeptionen zu touristischen Angeboten (z.B. Stadtwald) mit aufzunehmen und neue Erholungsangebote (z.B. wie im Antrag der Fraktion Bündnis 90/die Grünen, Beauftragung zur weiteren Entwicklung der Region, Erholungsregion Phöben-Kemnitz-Derwitz) zu schaffen.
Das Erholungsortentwicklungskonzept sollte Karten zu Rad- und Wanderwegen als Anlage enthalten. Auch die Bewirtschaftung, Instandhaltung und Pflege der touristischen Ziele, sowie der Rad- und Wanderwege sowie die Einplanung von finanziellen Mitteln müssen erfasst werden.
Die Fortschreibung der Erholungsortentwicklungskonzeption bildet für Politik, Verwaltung und die touristischen Akteure einen guten Orientierungsrahmen.  In der Konzeption formulierte Ziele können so schrittweise umgesetzt werden und unsere Stadt mit ihren Ortsteilen noch attraktiver machen.


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